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Alexander Thanner: Die Freigeldtheorie von Silvio Gesell | 5.0 bis 9.0
5.0. Der Zins 5.1. Der Urzins, die Rendite u. andere Zinsteile
5.2. Der Zins und Zinseszins 5.3. Die UmwĂ€lzung der Zinsen auf die Preise 6.0. Die hypothetischen Auswirkungen des Freigelds auf die TeilmĂ€rkte und auf die Konjunktur 6.1. Der GĂŒter- und Arbeitsmarkt
6.2. Der Geldmarkt 6.2.1. Die Kreditvermittlung mit Freigeld 6.2.2. Die Auswirkung auf den Zins 6.3. Das Ausland 6.4. Die Konjunkturtheorie der Freigeldtheorie
7.0. Die Inflation im Vergleich zum Schwund 7.1. Die Inflation als Umlaufsicherung 7.2. Die Inflation und die âNullschrankeâ des Nominalzinses 8.0. Die Kritik an der Freigeldtheorie
9.0. Fazit Literaturverzeichnis Anmerkungen zu 5.0 bis 9.0
5.0. Der Zins
Das Geld hat im Gegensatz zu den Waren keine Durchhaltekosten. Es
ermöglicht dem Geldbesitzer durch diesen Vorteil, die gĂŒnstigsten Momente des Kaufes auszuwĂ€hlen. Es lĂ€sst sich folglich unbegrenzt und ohne groĂe Lagerkosten vom Markt zurĂŒckhalten, wĂ€hrend die
Warenbesitzer, die auf das Geld als Tauschvermittler angewiesen sind, wegen der stÀndig wachsenden Verluste eine Zwangsgeldnachfrage haben. [63] Der fehlende Angebotsdruck und die Möglichkeit abzuwarten,
ermöglicht es dem Geldbesitzer, nun eine besondere VergĂŒtung dafĂŒr zu erzwingen, dass er den Austausch der Ware nicht lĂ€nger hinauszögert. Dasselbe VerhĂ€ltnis gilt fĂŒr Kreditnehmer und Kreditgeber mit
demselben Mehrwerteffekt fĂŒr den Geldbesitzer. [64] Im Gegensatz zu Marx, der die Entstehung des Mehrwerts aus dem AusbeutungsverhĂ€ltnis von Kapital und Arbeit ableitet, entsteht so der Mehrwert fĂŒr die
Freigeldtheorie aus diesen GeldverhĂ€ltnissen. Diesen Mehrwert nennt Gesell den Urzins, der fĂŒr ihn wie ein BrĂŒckenzoll des Warenverkehrs ist: âDer König wie der Geldgeber tun im Grund nichts, sie sperren
nur und erheben Zins. Der Urzins ist also, wie der Grenzzoll, eine Abgabe, nur mit dem Unterschied, dass der König mit dem Zoll Staatsausgaben bestreitet, wĂ€hrend der Geldgeber den Urzins fĂŒr sich verwendet. Wir
bezahlen im Urzins also weiter nichts als die TĂ€tigkeit des Kapitalisten, die darin besteht, dem Handel Steine in den Weg gewĂ€lzt zu haben.â [65] So belastet das Geld, das eine effektive Marktwirtschaft
ĂŒberhaupt erst ermöglicht, eben diese Marktwirtschaft zugleich durch das âZinspfrĂŒndesystemâ, das dieses Geld mit sich bringt. [66] J. M. Keynes nimmt in seiner Theorie des Zinsfusses die
LiquiditĂ€tsprĂ€ferenz als Bestimmungsfaktor auf und stellt fest, dass der Urzins, den er ZinsfuĂ nennt, âweiter nichts ist als das umgekehrte VerhĂ€ltnis zwischen einer Summe Geld und dem, was fĂŒr die Aufgabe
des VerfĂŒgungsrechts ĂŒber das Geld im Tausch gegen ein Darlehn fĂŒr einen bestimmten Zeitabschnitt erhalten werden kann.â [67] Der ZinsfuĂ ist also die Belohnung fĂŒr die Aufgabe der LiquiditĂ€t und ein MaĂ
fĂŒr die Abneigung der Geldbesitzer, sich von der liquiden GeldverfĂŒgung zu trennen. Er ist auch nicht, wie in der Neoklassik, der Gleichgewichtspreis von Geldangebot und Geldnachfrage, sondern der Preis fĂŒr den
LiquiditĂ€tsverzicht. Keynes setzt allerdings mit seiner Definition des Eigenzinsfusses von WirtschaftsgĂŒtern allgemeiner an als Gesell, da es verschiedene Grade von LiquiditĂ€t und Durchhaltekosten bei den
WirtschaftsgĂŒtern gibt. Der Eigenzins eines Gutes wird daher definiert als ErtrĂ€gnisse minus Durchhaltekosten plus LiquiditĂ€tsvorteil. Angewendet auf das Geld zeigt sich dann, dass die ErtrĂ€gnis des Geldes null,
die Durchhaltekosten verschwindend, die LiquiditĂ€tsprĂ€mie jedoch erheblich ist. [68] Die Nutzung dieses Geldvorteils fĂŒhrt zu ZinsertrĂ€gen der Geldbesitzer, die in der Freigeldtheorie als âarbeitslose
Zinseinkommenâ bezeichnet werden und durch die Behaftung der Kassenhaltung mit Durchhaltekosten unmöglich gemacht werden sollen. Die Höhe des Urzinses wird mit durchschnittlich 4 â 5% angegeben, ein Betrag,
den Gesell empirisch aus der historischen Betrachtung nimmt und mit dem Kostenvorteil des Geldtausches im Vergleich zum Realtausch begrĂŒndet. [69] Dieser Beobachtung entstammt auch die empfohlene Höhe des
Schwundes beim Freigeld von 5,2%, also etwas ĂŒber dem Urzins, um diesen sicher aufzuheben.
Der Zins funktioniert in unserer Wirtschaft jedoch auch als Umlaufsicherung des Geldes. Als besagte Belohnung fĂŒr
die Aufgabe von LiquiditĂ€t sorgt er dafĂŒr, dass die Wirtschaft mit den notwendigen Kreditmitteln fĂŒr Investitionen ausgestattet werden kann. Indem der Zins als Anreiz dafĂŒr sorgt, dass Geld von denjenigen, die
es erĂŒbrigen können, zu denen kommt, die es brauchen, wird es im Umlauf gehalten. Problematisch ist dabei aber die AbhĂ€ngigkeit dieses Effekts von der Zinshöhe. Bei niedrigen Zinsen verliert sich der Anreiz
der Belohnung und die Bereitschaft zur Geldfreigabe nimmt ab. Die Wirkung der Zinsen, das Geld im Umlauf zu halten, Àndert sich also mit der Zinshöhe. [70]
5.1. Der Urzins, die Rendite u. andere Zinsteile
Gibt man den Vorteil des Geldes auf, um es in eine Sachanlage zu investieren, wird unter ökonomischen Gesichtspunkten erwartet, dass diese Investition ebenfalls einen Mehrwert
erbringt, der mindestens der Höhe der entgangenen Geldanlagezinsen entspricht. âWenn der ZinsfuĂ 3% ist, bedeutet dies, dass niemand 100 Pfund fĂŒr eine Maschine bezahlen wird, wenn er nicht hofft, dadurch 3%
nach Abzug der Kosten und Entwertung seiner jĂ€hrlichen Reinproduktion zuzufĂŒgen.â [71] Dieser Zins auf Sachanlagen wird auch bei HĂ€usern die Miete und bei Investitionen die Rendite genannt. Davon zu
unterscheiden ist der Gewinn, der nicht wie der Zins auf Geld- und Sachanlagen ein Einkommen aus Kapitalbesitz ist, sondern der Saldo aus der Einnahmen â Ausgaben â Rechnung einer unternehmerischen TĂ€tigkeit.
[72]
Auf den Urzins kommt in der Regel ein Knappheitsaufschlag als Ausdruck von Angebot und Nachfrage am Kapitalmarkt. Zusammen ergeben sie den s.g. Realzins. [73] Nach dem Fischer â Effekt bestimmt sich
der Nominalzins aus dem Realzins zuzĂŒglich der erwarteten Inflationsrate. Relevant fĂŒr Investitionsentscheidungen ist aber nur der Realzins. [74]
Ein bankvermittelter Kredit kennt noch andere Zinsarten, die
gemeinsam mit dem Urzins + Inflationsausgleich den Kreditzins ausmachen. Zum einen der Betriebskostenanteil der Bank, mit dem diese den fĂŒr die Vermittlung von Krediten notwendigen Aufwand bestreitet, also eine
DienstleistungsvergĂŒtung. Zum anderen der Risikoanteil, mit dem das Kreditverlustrisiko abgedeckt wird. [75]
5.2. Der Zins und Zinseszins
Zinszahlungen erfolgen in der Regel jÀhrlich. Wird einer einmal getÀtigten verzinslichen Geldanlage nichts entnommen, erhöht sich die angelegte Summe jedes Jahr um die Zinszahlung und wird wiederum
verzinst. Da Zinsen gleichbleibende ProzentbetrĂ€ge auf die Gesamtsumme sind, bedeutet dieser Zinseszinseffekt rechnerisch ein exponentielles Wachstum des Geldvermögens. [76] Diese Ăberlegung veranlasst vor
allem die neuere Freigeldtheorie zur Perhorreszierung ĂŒbler Folgewirkungen und den baldigen Zusammenbruch des kapitalistischen Systems. Da jeder Zinsleistung auch ein Zinsdienst gegenĂŒbersteht, vergröĂert
exponentiell wachsendes Geldvermögen auch einen ebenso wachsenden Schuldenberg am anderen Ende. [77] Diese steigende Zinslast der Unternehmen ĂŒbt, um bedienbar zu bleiben, einen Wachstumsdruck auf die Wirtschaft
aus, der zu beschleunigter Umweltzerstörung fĂŒhrt. [78] Durch die renditevermittelte Anlage der Geldvermögen in Sachkapital wĂ€chst auch der Kapitalstock rasant, bis aufgrund der mangelnden Knappheit die
Renditen sinken. Zumindest die letztgenannte Ăberlegung ist in der wirtschaftswissenschaftlichen Literatur hĂ€ufiger anzutreffen, z.B. bei Keynes: âIch bin ĂŒberzeugt, dass die Nachfrage nach Kapital streng
begrenzt ist, in dem Sinne, dass es nicht schwierig wĂ€re, den Bestand an Kapital bis zu einem Punkt zu vermehren, auf dem seine GrenzleistungsfĂ€higkeit auf einen sehr niedrigen Stand gefallen wĂ€re.â [79]
Dieser âtendenzielle Fall der Profitrateâ ist fĂŒr die Vertreter der jĂŒngeren Freigeldtheorie die Ursache periodischer Kapitalzerstörungen wie RĂŒstung und Krieg.
Obwohl diese Erscheinungen in der
Einzelbetrachtung ernst genommen werden sollten, ist ihre Zusammenstellung in stringenten Ereignisketten bedenklich. Bemerkenswerterweise ist der Zins in solchen ZusammenhĂ€ngen nicht mehr âarbeitsloses
Einkommenâ, das auch wieder in den Konsum flieĂen kann, sondern ausschlieĂlich ein Multiplikator der Geldvermögen. Auch altert der Kapitalstock nicht und in den Auswirkungen harmlosere, beim Geldvermögen
selbst beginnende, Kapitalzerstörungen wie z.B. vermehrte KreditausfÀlle in Rezessionen und das Platzen von Spekulationsblasen werden hingegen nicht thematisiert.
Gesell selbst ging noch von einer
Unstillbarkeit menschlicher BedĂŒrfnisse aus und wollte mit dem Freigeld das Wachsen des Kapitalstocks noch beschleunigen, damit wegen der verĂ€nderten KnappheitsverhĂ€ltnisse der Urzinses auf null fĂ€llt. Darin sah
er die Möglichkeit, die Arbeit aus der Knechtschaft des Kapitals zu befreien und die kapitalismusbedingten Ungerechtigkeiten, Ungleichverteilungen und Ausbeutungen aus der Marktwirtschaft zu bannen. [80]
5.3. Die UmwÀlzung der Zinsen auf die Preise
Die Umverteilung von Arm nach Reich durch den Zins geschieht entweder direkt durch die Bezahlung von
Zinsen fĂŒr Konsumentenkredite oder Sachkapitalzinsen wie Miete bzw. Pacht oder indirekt, wenn Unternehmen die Zinsen fĂŒr Fremd- und Eigenkapital als Kosten in die Preiskalkulation integriert und sich diese Preise
am Markt durchsetzen lassen. [81] FĂŒr das AusmaĂ dieser ZinsĂŒberwĂ€lzung schĂ€tzt Creutz den aggregierten Zinsanteil in den Preisen auf durchschnittlich 33%. Selbst ein Gegner der Freigeldtheorie wie
Niederegger kommt immerhin noch auf ca. 10%. [82] Wenn es dem Freigeld gelĂ€nge, den Zins abzuschaffen, wĂŒrden sich die Reallöhne also um 10 â 33% erhöhen. Die Sparneigung könnte dadurch deutlich ansteigen.
Der absolute Ersparniszuwachs wĂŒrde den Zinsverlust mehr als wett machen. [83] Wenn man berĂŒcksichtigt, dass wichtige Ausgaben wie Mieten einen Zinsanteil von 75% haben, mag sich das VerhĂ€ltnis zusĂ€tzlich
zugunsten der Freigeldtheorie verÀndern.
6.0. Die hypothetischen Auswirkungen des Freigelds auf die TeilmÀrkte und auf die Konjunktur
FĂŒr die Freigeldtheorie ist eine der Hauptursachen fĂŒr die InstabilitĂ€t der Wirtschaft die Hortung von Geld. Das bedeutet fĂŒr den realen Sektor, durch die ZurĂŒckhaltung von Geld entstehen
NachfrageausfĂ€lle, die zu periodischen Krisen und Arbeitslosigkeit fĂŒhren. Geldhortung ist empirisch vor allem in Niedrigzinsphasen zu beobachten, wenn die Zinszahlungen keinen Anreiz mehr bieten, die
LiquiditĂ€t, die das Geld seinem Besitzer verleiht, aufzugeben und es als Kredit fĂŒr neue Investitionen zu verleihen. So war eine unverhĂ€ltnismĂ€Ăige Geldmengenerhöhung von 27% in der
Niedrigzinsphase von 1986 â 88 bei einem Wachstum von 6% und einer Inflation von 3% ein beredtes Beispiel einer Bargeldhortung bzw. Spekulationskassenhaltung in solchen Niedrigzinsphasen. [84]
Die
entsprechenden durchschnittlichen Angaben fĂŒr 2003 belaufen sich bei einem BIP Wachstum von 0,4% zuzĂŒglich 2,1% Inflation auf eine Ausweitung der Geldmenge M1 um 11,0%. [85] Ob die auch hier erkennbare Differenz
tatsĂ€chlich in der privaten Geldhaltung verschwindet oder z.B. fĂŒr Staatsausgaben verwendet wird, ist diesen Daten allein jedoch nicht zu entnehmen.
Aber auch die gehorteten, baren Gelder aus der
Schattenwirtschaft (z.B. Schwarzgeld) und aus illegalen EinkĂŒnften (z.B. Drogengeld) werden der inlĂ€ndischen Wirtschaft auf unbestimmte Zeit entzogen. Dazu kommen die s.g. âWeichwĂ€hrungslĂ€nderâ, in denen
harte WĂ€hrungen als komplementĂ€res Zahlungsmittel zusĂ€tzlich zur eigenen WĂ€hrung in auslĂ€ndischen WirtschaftskreislĂ€ufen zirkulieren. [86] Da, wie wir gesehen haben, fĂŒr die Freigeldtheorie die Menge der
Zahlungsmittel gleich der Nachfrage ist, bringt die Hortung den GĂŒtermarkt aus dem Gleichgewicht, indem sie dem Sozialprodukt das Nachfragepotenzial entzieht. Die Folge ist ein AngebotsĂŒberhang der GĂŒter der zum
Verfall der Preise fĂŒhrt. [87] Dieser unmittelbare Zusammenhang von Hortung und Deflation ist aber seit der Abkehr vom Goldstandard nicht mehr zwingend gegeben, die Notenbanken gleichen die Hortung einfach durch
die Erhöhung der Geldmenge aus. Dies geschieht durch eine erhöhte Nachfrage der GeschĂ€ftsbanken nach Zentralbankkrediten. Die dafĂŒr zu zahlenden Zinsen erhöhen die Kreditkosten. Die Unternehmen mĂŒssen diese
Kostenerhöhung entweder ĂŒber die Preise weitergeben oder selbst Kosten einsparen, z.B. durch Entlassungen. Die Hortung macht aber auch eine zielgerichtete auf das Sozialprodukt abgestimmte Geldmengenpolitik
unmöglich. Kommt gehortetes Geld zusĂ€tzlich zur eben angepassten Geldmenge auf den Markt zurĂŒck, entsteht ein NachfrageĂŒberhang auf dem GĂŒtermarkt und fĂŒhrt zu steigenden Preisen. [88] Geldhortung fĂŒhrt also
heute eher zur VerstÀrkung von Inflation und durch die Verknappung der Kreditmittel zu tendenziell steigenden Zinsen.
6.1. Der GĂŒter- und Arbeitsmarkt
Die Freigeldtheorie geht in einer ihrer zentralen Thesen davon aus, dass mit der EinfĂŒhrung von Freigeld die rationalen GrĂŒnde einer Geldhortung wegfallen. Geld, das an Wert verliert, wenn es gehalten
wird, sollte dann aufgrund dieser RationalitÀt so schnell wie möglich weitergegeben werden. Die eben beschriebenen UnwÀgbarkeiten der Geldmengensteuerung wÀren ausgerÀumt, eine an das Sozialprodukt angepasste
Geldmengensteuerung wĂ€re unverzerrt möglich. Eine der Folgen wĂ€re eine ungestörte GĂŒtererzeugung u. -tausch ohne Wirtschaftsstockungen. Eine andere die ungehinderte Kapitalstockerhöhung, da Gewinne
re-investiert werden und damit die Renditen, z.B. Mieten, fallen. Da Kreditmittel nicht mehr knapp sind, fallen die Zinsen bis auf einen Wert um Null, der bisher in den Preisen enthaltene Zinsanteil geht zurĂŒck.
[89]
LĂ€nder mit niedrigen Zinsen haben im internationalen Wettbewerb durch die gĂŒnstigen Investitionskosten zusĂ€tzliche Standortvorteile fĂŒr produzierende Industrien. DarĂŒber hinaus wĂŒrden sich durch
die zinsanteilbereinigten Preise die realen Arbeitseinkommen erhöhen, was vor allem bei schwachen Einkommensschichten mit einer hohen Konsumquote zusÀtzlich die Nachfrage steigert. [90] Da gespartes Geld keine
Zinsen mehr erhĂ€lt, wĂŒrde das Kapital vollstĂ€ndig als Investitionskredite in die ProduktionssphĂ€re flieĂen und so real das Gleichgewicht auf dem GĂŒtermarkt herstellen, indem Konsum und Sparen tatsĂ€chlich
gleich dem Volkseinkommen ist. [91]
Durch den Weitergabezwang und der IdentitĂ€t von Geld und Nachfrage wĂŒrde eine sukzessive Geldmengenerhöhung genĂŒgen, um Mehrproduktion zu generieren und so die
Arbeitslosigkeit bis zur VollbeschÀftigung abzubauen. [92] Diese etwas simpel wirkende Annahme wird vor allem von Creutz durch eine ErklÀrung der Arbeitslosigkeit aus dem Zusammenspiel von Inflation, Zins und
Verschuldungsgrad der Unternehmen erweitert. Er stellt dabei zunĂ€chst empirisch eine hohe Korrelation von Hochzinsphasen mit einem zwei bis drei Jahre verzögerten Anstieg der Arbeitslosigkeit fest. [93] FĂŒr die
Hochzinsphasen macht er die Einberechnung einer vorab gestiegenen Inflationsrate, verursacht durch zu groĂzĂŒgig gehandhabte Geldmengenpolitik, verantwortlich. [94] Die gestiegenen Zinsen erhöhen nun ihrerseits
die Zinslasten der Unternehmen fĂŒr das Fremdkapital. Verschuldete Unternehmen antworten auf diesen steigenden Kostendruck mit InvestitionsrĂŒckstellungen und wenn die PreisĂŒberwĂ€lzung am Markt nicht durchgesetzt
werden kann, kommt es zu Entlassungen oder sogar zum Konkurs. Liquide Unternehmen entschĂ€rfen die Lage nicht, da sie ebenfalls Investitionen zurĂŒckhalten, weil es fĂŒr sie attraktiver ist, das ĂŒberschĂŒssige
Betriebsvermögen wegen der hohen Verzinsung auf dem Kapitalmarkt anzulegen. [95] Die Tatsache, dass bei sinkenden Zinsen nicht umgekehrt die Arbeitslosigkeit zurĂŒckgeht, fĂŒhrt Creutz zum einen auf den, vor
allem in Hochzinsphasen, stetig wachsenden Gesamtverschuldungsgrad zurĂŒck, der die Zinslast in absoluten Zahlen auch in den folgenden Zinssenkungsphasen sogar steigen lĂ€sst. Zum anderen bemĂ€ngelt er den
FlĂ€chentarifvertag, der zu starren Löhnen fĂŒhrt und befĂŒrwortet daher flexible Löhne durch Betriebsvereinbarungen. Diese ermöglichen es, dass z.B. in den USA, trotz der Verschuldungszuname, Zinssenkungen in
der Regel zu MehrbeschĂ€ftigung fĂŒhren, da die Unternehmen im vorausgegangenen Konjunktureinbruch nicht entlassen oder schlieĂen mĂŒssen. [96] Diese Ăberlegungen von Creutz bedeuten natĂŒrlich nicht, dass er
nicht ebenfalls dem Mechanismus des Freigeldes zutraut, die Ursache der Inflation und den Zins langfristig zu unterbinden, um dann, wie oben beschrieben, durch nachfragewirksame Geldmengenausweitung zu stabiler
VollbeschÀftigung zu kommen.
6.2. Der Geldmarkt
Die Freigeldtheorie sieht Sparen und Investitionen in AbhÀngigkeit vom Zins wie
im neoklassischen Geldmarkt, hĂ€lt diesen aber nicht fĂŒr einen, durch den am Kapitalmarkt begrĂŒndeten Zins fixierten, Gleichgewichtsmarkt. Das Ungleichgewicht am Geldmarkt erklĂ€rt sie, Ă€hnlich wie Keynes spĂ€ter
in seiner LiquiditĂ€tsprĂ€ferenztheorie, durch eine spezielle Motivlage der Geldbesitzer, die diese bei zu niedrigem Zins zur GeldzurĂŒckhaltung veranlasst. Die Gesamtgeldmenge unterscheidet sich also vom
tatsĂ€chlichen Geldangebot um den Betrag der Hortung, der jederzeit unerwartet auf den Geldmarkt zurĂŒckkehren kann. Damit ist der Zins kein echter Gleichgewichtspreis, sondern ein unstabiler Ausdruck der
LiquiditÀtsprÀferenz und dem KnappheitsverhÀltnis von Geldangebot u. -nachfrage. Die Verhinderung der Hortung durch das Freigeld stellt das Gleichgewicht von Gesamtgeldmenge und Geldnachfrage her, löst aber
durch die angestrebte Ăberwindung des Zinses den Geldmarkt als solchen auf.
6.2.1.Die Kreditvermittlung mit Freigeld
Die
Kreditvermittlung kann auch mit dem Freigeld weiter von den GeschĂ€ftsbanken ĂŒbernommen werden. Die Sparer bringen ihr ĂŒberschĂŒssiges Geld auf die Bank und die verleiht es, z.B. fĂŒr eine Investition. Der Sparer
bekommt aber fĂŒr seine Einlage keine Zinsen, dafĂŒr schwindet der eingezahlte Betrag nicht. Die Bank erhĂ€lt, wie bisher, einen Risikoabschlag und eine VermittlungsgebĂŒhr, gibt aber darĂŒber hinaus den Kredit
ebenfalls zinslos weiter. Ein Inflationsausgleich ist nicht mehr notwendig, da es keine Preisschwankungen mehr gibt. [97] Der Kreditnehmer zahlt die entliehene Summe zurĂŒck und gleicht den Schwund aus. Da die
Investition zumindest diesen Ausgleich erwirtschaften muss, bleibt eine Kreditselektion die bisher durch den Zins geleistet wird, erhalten. Um die Giralgeldschöpfung und die damit verbundene Doppelnutzung von
Sichteinlagen als Nachfragepotential und Kreditmittel sowie deren Vermengung durch die GeschÀftsbanken zu vermeiden, soll der Bereich des Geldes mit unmittelbarer Kaufkraft z.B. Bargeld bzw. Giralgeld strikt von
lĂ€ngerfristigen Bankguthaben mit Kaufkraftverzicht unterschieden und von den Banken, per Gesetz verpflichtet, getrennt gefĂŒhrt werden. Nur die Geldformen mit unmittelbarer Kaufkraft werden mit dem Schwund belegt.
Durch die Trennung der beiden Bereiche wird auch die Transparenz fĂŒr die Zentralbank erhöht, die nun leichter die Geldmenge an den Bedarf anpassen kann. [98] Folgerichtigerweise muss selbstverstĂ€ndlich auch
jede Form von GuthabenverfĂŒgung durch die Anleger unterbunden werden, die dazu geeignet wĂ€ren, dem Freigeldschwund zu entgehen und trotzdem liquide zu sein, z.B. durch die Hinterlegung langfristiger Anlagen fĂŒr
einen Konsumkreditrahmen.
6.2.2. Die Auswirkung auf den Zins
Um dem Schwund des eigenen Geldes zu entgehen, werden die Sparer ihr
nicht benötigtes Geld also langfristig anlegen. Die WertstabilitĂ€t der Anlage ist die Belohnung fĂŒr aufgeschobenen Konsum. Da kein Geld zurĂŒckgehalten wird und die Geldmenge der Investitionsnachfrage angepasst
ist, wird es damit keine Knappheit der Kreditmittel mehr geben. In der Folge wĂŒrde sich der ZinsfuĂ nicht mehr eintreiben lassen und, wo noch vorhanden, bis auf null sinken. Der Zins muss also nicht gesetzlich
verboten werden, sondern lieĂe sich gemÀà dem Verspechen der Freigeldtheorie ĂŒberwinden. Spekulatives umsteigen aus der Geldhaltung in Gold, Kunstwerke, AntiquitĂ€ten o.Ă€. ist unbedenklich, da lediglich ein
Austausch von Geld gegen GĂŒter stattfindet, bei dem das Tauschmittel weiterhin im Umlauf bleibt. Geldanlagen, um die Geldhaltungskosten zu umgehen, sind sogar erwĂŒnscht, weil die Vermehrung von SachgĂŒtern
zusĂ€tzlich auf deren Ertragszinsen drĂŒckt. Eine Ausnahme ist die Bodenspekulation, die mit entsprechend hohen Steuern unterbunden werden muss, da alles Wirtschaften auf den Boden angewiesen ist. [99] Ein Teil von
Gesells âNatĂŒrlicher Wirtschaftsordnungâ beschĂ€ftigt sich explizit mit einer Bodenreformtheorie, die aber nicht Bestandteil unserer Erörterung, die sich nur mit der Freigeldtheorie auseinandersetzt, sein
soll. Die Möglichkeit, auf ein Sachgut als KomplementĂ€rwĂ€hrung auszuweichen, wie es sich aus den EigenzinsĂŒberlegungen von Keynes ergibt z.B., dass Gold die Rolle eines zinsbringenden Zahlungsmittels ausfĂŒllt,
wenn Geld keinen Zins mehr erbringt, [100] lehnt die Freigeldtheorie, angesichts des exklusiv, gesetzlich anerkannten Tauschmittels mit Annahmezwang, wegen der UmstĂ€ndlichkeit und der Risiken ab. AuĂerdem wird von
einem groĂen Zufriedenheits- u. Vertrauensgrad der Bevölkerung ausgegangen, sobald fĂŒr diese die positiven Effekte des Freigeldes evident werden.
6.3. Das Ausland
AuslĂ€ndische Exporteure mĂŒssten weiterhin Freigeld gegen Devisen eintauschen, um ihre Verbindlichkeiten im Inland begleichen zu können. Auf diesem Weg wĂ€re das Freigeld umgehend
wieder auf dem inlĂ€ndischen Markt. DarĂŒber hinaus gehende Geldflucht in auslĂ€ndische WĂ€hrungen dĂŒrfte an den Schwierigkeiten scheitern, einen Tauschpartner zu finden, der sein Geld mit fĂŒr beide Seiten
interessanten Konditionen gegen Schwundgeld eintauscht, ohne einen solchen direkten Verwendungszweck zu haben. [101] Es könnte sich jedoch tendenziell die Neigung verstĂ€rken, im Inland erworbene KapitalgĂŒter
direkt ins Ausland zu schaffen und dort zu produzieren. Diese Form des Kapitalexportes, auf der Suche nach den besten Renditen, ist heute bereits gebrÀuchlich. Es ist ex ante sehr schwer abzuschÀtzen, in wie weit
Freigeld diesen Effekt verstĂ€rkt oder ihm durch die Schaffung gĂŒnstiger Rahmenbedingungen im Inland sogar entgegenwirken kann.
6.4. Die Konjunkturtheorie der Freigeldtheorie
Konsequent lehnt Gesell sÀmtliche Versuche, den Konjunkturzyklus aus VorgÀngen der realen SphÀre zu erklÀren, ab und setzt stattdessen eine eher monetÀre Konjunkturtheorie.
Durch Ăberproduktion und Kapitalstockerhöhung wĂ€hrend der Hochkonjunktur beginnen die Zinsen und Renditen zu sinken. Ab einem bestimmten Punkt beginnen die Geldbesitzer deshalb ihr Geld zurĂŒckzuhalten und warten
auf einen Wiederanstieg. Das so gehortete Geld bedeutet einen Nachfrageausfall und es kommt zu einem AngebotsĂŒberhang. Dadurch sinken die Preise. Die AuftrĂ€ge des Handels gehen wegen des Preisverfalls zurĂŒck und
die Produktion wird heruntergefahren. Es kommt zu Entlassungen und Einkommensverlusten, die wiederum auf die Nachfrage drĂŒcken. [102] Diese AbwĂ€rtsbewegung kommt erst zur Ruhe wenn genug Kapital zerstört ist und
durch diese Verknappung der Zins wieder steigt und das Geld wieder auf den Markt lockt. Es ist jedoch festzustellen, dass empirisch, zumindest in der Nachkriegsvergangenheit, Konjunkturkrisen eher mit
Hochzinsphasen korrelierten als umgekehrt. [103] Allerdings lassen sich in den jĂŒngsten Krisen in Japan und aktuell in Deutschland auch Entwicklungen beobachten die, trotz niedriger Zinsen, NachfragezurĂŒckhaltung
und Rezession mit deflatorischen Tendenzen weder verhindern noch aufheben. Keynes schlieĂt vielleicht diese LĂŒcke, indem er die Krisenursache in der âErwartung fallender Renditenâ ausmacht, deren
Wahrscheinlichkeit bei einem hohen Zinsniveau durchaus zunimmt. [104] Die einsetzende InvestitionszurĂŒckhaltung bei boomgefĂŒllten Kassen wĂ€re dann vergleichbar zur gesellschen GeldzurĂŒckhaltung. Es wird auch
nicht ganz klar, welche Art Zinsen Gesell meint, spricht er doch u.a. vom âZins den Industrie und Handel abwirftâ. [105]
Eine reine Geldmengenausweitung zur Nachfragebelebung, wie sie seinerzeit schon im
Vorschlag zur Emissionsreform zum Ausdruck kam, lehnt Gesell entschieden ab. Da der niedrige Zins den Geldumlauf nicht sichern kann, verpufft jedes zusÀtzliche Geld in der Hortungskasse. Im Gegenteil, kommt das
gehortete Geld spĂ€ter unerwartet als Ăbernachfrage auf den Markt zurĂŒck, kann die Zentralbank nicht mehr reagieren und es kommt unvermittelt zu einer Hyperinflation. [106] Kommt nun noch eine Niedrigzinspolitik
hinzu in der Absicht, die Renditen hochzuhalten und die InvestitionszurĂŒckhaltung zu hemmen, werden die Geldbesitzer durch die niedrigeren Zinsen zu noch mehr Hortung veranlasst und die Geldmenge muss immer mehr
ausgeweitet werden, um die ausfallenden Nachfragemittel zu ersetzen. [107]
Freigeld dagegen kann den Geldumlauf zuverlĂ€ssig auf einem hohen Niveau stabilisieren und es sorgt dafĂŒr, dass Geldangebot und
GĂŒternachfrage identisch und durch die Geldmenge steuerbar sind. Damit wĂŒrden Inflation und Deflation unmöglich und Konjunkturkrisen, mit ihren schlimmen sozialen Folgen, gehörten, mit dieser erreichten
PreisstabilitÀt, der Vergangenheit an. [108]
7.0. Die Inflation im Vergleich zum Schwund
Von Freigeldgegnern wird hÀufig
argumentiert, eine moderate Inflation erfĂŒlle bereits die Aufgabe einer Umlaufsicherung durch gleichmĂ€Ăige Geldentwertung und rege darĂŒber hinaus die WirtschaftstĂ€tigkeit an. Die EinfĂŒhrung eines kĂŒnstlichen
Geldschwundes sei daher unnötig. Wie unterscheidet sich nun die Inflation vom Schwund? ZunĂ€chst einmal wird bei Inflation die Verminderung der Geldkaufkraft ĂŒber das Steigen der Preise vermittelt. Geschieht
dies gleichmĂ€Ăig und wird der entstehende reale Kaufkraftverlust durch Anpassung der Nominallöhne ausgeglichen, scheint dieser Vorgang tatsĂ€chlich unbedenklich zu sein. Ein Problem entsteht jedoch dadurch, dass
Tarif-, Kredit-, Miet- u. LiefervertrĂ€ge die Vertragspartner fĂŒr eine bestimmte Zeit zu konstanten Preisen verpflichten. [109] Wenn z.B. bei einem Preisanstieg die Gewinne sofort nominal steigen, die Löhne
aber erst bei neuen TarifabschlĂŒssen um ein Jahr verzögert nachziehen, kommt es in der Zwischenzeit zu einer realen Umverteilung von den LohnempfĂ€ngern, die sofort die höheren Preise bezahlen mĂŒssen, zugunsten
der Gewinne. Bei KreditvertrÀgen sind zunÀchst die Schuldner im Vorteil aufgrund der real sinkenden Zinslast. Die GlÀubiger werden aber sehr bald einen Inflationsausgleich ihrer Zinseinnahmen durchsetzen.
Kleinsparer haben hingegen keine so groĂe Marktmacht, ihr Zinsertrag verringert sich in der Höhe der Inflation. Ăbersteigt diese den Sparzins, kommt es sogar zum Schrumpfen der Ersparnis selbst. ZusĂ€tzlich
werden die Unternehmen versuchen, die gestiegenen Fremdkapitalzinsen, die höheren Löhne und ihre gestiegenen Roh- u. Hilfsstoffkosten wiederum auf die Preise umzulegen. Wo dies gelingt, wĂŒrde durch die Anpassung
der Geldmenge an die gestiegene nominale Nachfrage der nÀchste Inflationsschub ausgelöst. [110] Die Hauptlast der Inflation trÀgt also der Konsument, wenn man bedenkt, dass von diesen bei weitem nicht alle in der
Lage sind, ihr Einkommen anzupassen, z.B. TransferzahlungsempfÀnger, wird die Umverteilungswirkung von Inflation deutlich. Die soziale Belastung von Preiserhöhungen ist ebenfalls ungleich verteilt, da z.B. ein
Lebensmittelpreisanstieg die GrenzleistungsfÀhigkeit der Einkommen der Geringverdiener und TransferempfÀnger mehr belastet, als die der hohen Einkommen.
Im Gegensatz dazu verspricht das Schwundgeld stabile
Preise bei gleich- u. regelmĂ€Ăigem Geldkaufkraftverlust. Dieser kann darĂŒber hinaus subjektiv bestimmt werden, da der Schwund vom jeweiligen Geldinhaber zum Stichtag getragen wird. So kann durch eine schnelle
Verausgabung des Einkommens die einzelne Belastung durch den Kaufkraftverlust, anders als bei Inflation, individuell gesteuert werden.
7.1. Die Inflation als Umlaufsicherung
Die Eignung der Inflation zur Verstetigung des Geldumlaufs kann ebenfalls bezweifelt werden. Die Inflation ist als Kostenfaktor eventuell nicht genĂŒgend konkret erfahrbar, schon gar
nicht in einer bestimmten Prozenthöhe. Unterschiedliche Preise werden in erster Linie unterschiedlichen Anbietern und QualitĂ€ten zugeordnet. Wer sich fĂŒr hohe Kassenhaltung entscheidet, dĂŒrfte dabei eine
bestimmte Produktauswahl im Auge haben, und deren Preisentwicklung bestimmt sein Verhalten. FĂŒr eine kontinuierliche Umlaufsicherung ist aber wichtig, dass die Geldhaltung konkrete Kosten pro Geldeinheit verursacht
und nicht ein durchschnittlicher Wert auf das gesamte Geldvolumen ist. Hinzu kommt, dass die Umlaufsicherung, mehr als auf die Verbraucherhaushalte, auf die hohen liquiden Kassen institutioneller Anleger und groĂer
Geldvermögen abzielt. Um auf diese Druck auszuĂŒben, mĂŒsste die Ermittlung der Inflation von der Indexierung der Verbraucherpreise eher auf Erzeuger- oder GroĂhandelspreise umgestellt werden. [111]
7.2. Die Inflation und die âNullschrankeâ des Nominalzinses
Aufgrund der wirtschaftlichen Entwicklung in Japan, deflationÀre Tendenzen bei
Nominalzinsen um Null und anhaltender Rezession, wird zunehmend diskutiert, ob hier nicht eine lange fĂŒr unwahrscheinlich gehaltene LiquiditĂ€tsfalle eingetreten ist. Aus dieser gibt es bislang kein kurzfristiges
Entrinnen mittels traditioneller Geldpolitik. Die Nominalzinsen können typischerweise nicht unter Null gesenkt werden und Geldmengenerhöhungen verschwinden in der Spekulationskasse. Da fiskalpolitische MaĂnahmen,
wegen der angespannten Haushalte und hoher Staatsverschuldung eng begrenzt sind, wird darĂŒber nachgedacht, ob eine kĂŒnstliche, moderate Inflation eine Lösung anbietet. [112] Mit der s.g. Nullschranke der
Nominalzinsen ist die Gefahr einer Verfestigung deflationĂ€rer Erwartungen verbunden und diese erhöht, ĂŒber den bereits erwĂ€hnten âFisher â Effektâ, den Realzinssatz. Das kann zu einer LiquiditĂ€tsfalle und
deflationĂ€ren Spirale fĂŒhren. Eine Inflation wĂŒrde dagegen zu einer Verringerung des Realzinses beitragen und somit die aggregierte Nachfrage stimulieren. Daher wird zur PrĂ€vention des Nullschrankenproblems die
Verfolgung langfristig positiver Inflationsraten empfohlen. [113] Das Problem dieser ĂŒberzeugenden Ăberlegung sind die Instrumente zur Umsetzung einer kĂŒnstlichen, konstanten Inflation. Sie reichen von
Krugmans Vorschlag durch gezielte Informationspolitik die psychologische Wirkung zukĂŒnftiger Inflationserwartungen in Sinne einer âselffulfillig prophecyâ zu schĂŒren, [114] ĂŒber die Verpflichtung der
Notenbank, die Nominalzinsen ĂŒber einen lĂ€ngeren Zeitraum auf Null zu belassen, um Raum fĂŒr eine Senkung der langfristigen Kreditzinsen zu schaffen und so die Nachfrage anzuregen, bis zum âImport von
Inflationserwartungâ durch Intervention am Devisenmarkt um die eigene WĂ€hrung ungleichgewichtig abzuwerten und damit die Exportnachfrage anzuregen und Importe zu verteuern. [115]
GegenĂŒber diesen, eher
unbefriedigenden LösungsansÀtzen, wÀre bei einer freigeldtheoretischen Steuer auf Bar- u. BuchgeldbestÀnde die Nullschranke als BeschrÀnkung nicht mehr existent. Sie kann von der Zentralbank nach Belieben in
den negativen Bereich verschoben werden. Da die untere Schranke der Nominalzinsen eine notwendige Bedingung der LiquiditÀtsfalle ist, kann diese durch eine LiquiditÀtssteuer praktisch ausgeschlossen werden. Ob ein
Vertrauensverlust bei der Entwertung eines nominal nicht fixierten Tauschmittels bei konstantem Preisniveau, wie befĂŒrchtet wird, eher eintritt als bei der bisherigen Entwertung eines nominalwertstabilen
Tauschmittels durch Erhöhung des allgemeinen Preisniveaus, ist fraglich. [116]
8.0. Die Kritik an der Freigeldtheorie
Die
grundsÀtzlichste Kritik, die man der Freigeldtheorie insgesamt entgegenhalten muss, ist die Hinterfragung der Konsistenz der QuantitÀtstheorie. Da sie die Basis der freigeldtheoretischen Argumentation ist, kommt
ihr fĂŒr das Zutreffen der angenommenen Ursache â Wirkungs â ZusammenhĂ€nge eine entscheidende Bedeutung zu. Die Anschauung, dass die Kaufkraft des Geldes von der Geldmenge abhĂ€ngt, entspringt einem
mechanistischen Weltbild und hÀngt eng mit der liberalistischen Auffassung von der Naturgesetzlichkeit der wirtschaftlichen VorgÀnge zusammen. Der Mensch als interagierendes Wirtschaftssubjekt mit seinen
Erwartungen und IrrationalitÀten kommt ebenso wenig vor, wie eine historische oder regulative Betrachtungsweise.
DarĂŒber hinaus bezeichnet Böhler die QuantitĂ€tsgleichung als reine Definition des
Durchschnittspreises, die nichts aussagt. âSie ist kein Beweis fĂŒr die Richtigkeit der QuantitĂ€tstheorie, der nur empirisch â statistisch gefĂŒhrt werden kann. Das ergibt sich, seiner Meinung nach, schon
daraus, dass die Gleichung lauter Unbekannte enthĂ€lt. Am meisten wissen wir noch ĂŒber den vorhandenen Geldbestand, aber selbst hier herrscht Uneinigkeit ĂŒber die korrekte Zusammensetzung der relevanten Geldmenge.
Problematischer ist die Umlaufgeschwindigkeit, die regional unterschiedlich und sehr schwer fassbar ist. Ebenfalls bruchstĂŒckhaft ist unsere Kenntnis ĂŒber den GĂŒterumsatz, der nicht identisch mit der Produktion
oder dem Volkseinkommen ist, da die GĂŒter, vor allem Rohstoffe, mehrmals umgesetzt werden, bevor sie endgĂŒltig verarbeitet sind. Ferner sind im Umsatz die Aktien- u. ObligationenumsĂ€tze, die GrundstĂŒckumsĂ€tze,
die Lohnzahlungen usw. enthalten, so dass wir jedenfalls den Gesamtumsatz nicht kennen. Zwischen der Geldmenge und den Preisen besteht also ĂŒberhaupt kein direkter Zusammenhang.â [117]
Wenn also die
Freigeldtheorie, z.B. die Inflation, allein durch eine unangepasste Geldmengenerhöhung erklĂ€rt, lĂ€sst sie gĂŒterwirtschaftliche und verhaltensbedingte InflationsbegrĂŒndungen völlig unberĂŒcksichtigt. [118] Die
Beispiele der eher politisch begrĂŒndeten Ălpreisschocks, die 1973 und 1980 regelmĂ€Ăig hohe Inflationsraten nach sich zogen, belegen, dass sich aus einer alleinigen GĂŒltigkeit der QuantitĂ€tstheorie in konkreten
FÀllen erhebliche ErklÀrungsschwierigkeiten ergeben können.
Die aus der Arbeitswertlehre entwickelte Zinstheorie steht in der wissenschaftlichen Literatur nicht alleine da. Die âAbstinenztheorieâ von
N. W. Senior, nach der Zins die Belohnung fĂŒr aufgeschobenen Konsum ist, die âProduktivitĂ€tstheorie des Zinsesâ, die den Zins als funktionales Einkommen des Kapitals als eigenstĂ€ndiger Produktionsfaktor
sieht, die âArbeitstheorie des Zinsesâ mit dem Zins als Arbeitsentgelt des Kapitalbesitzers fĂŒr die Bildung und Verwaltung des Kapitals und die âAgiotheorie des Zinsesâ als Differenz zwischen gegenwĂ€rtigen
und zukĂŒnftigen GĂŒtern die in Verbindung mit der âNutzentheorieâ zur âGrenzproduktivitĂ€tstheorieâ wird, sind einige realwirtschaftliche Zinstheorien, die ebenfalls einen Anteil zur ZinserklĂ€rung
beanspruchen können. Ebenso wie die âMonetĂ€re Zinstheorieâ von Keynes, die der Geldmenge die LiquiditĂ€tsprĂ€ferenz beistellt, oder die âKreditmarkttheorie des Zinsesâ als Preis aus dem VerhĂ€ltnis von
Kreditangebot und Kreditnachfrage nach Ohlin und Robertson. [119] Eine differenziertere Betrachtung der Zinsen wĂŒrde daher der Freigeldtheorie gut tun.
Auch der monokausalen ErklÀrung von Konjunktur und
Krise ist entgegenzuhalten, dass eine Vielzahl von andersgearteten ErklÀrungsansÀtzen denkbar sind. So kann das Zusammenspiel von Investitionsvolumen und Konsum auch von Stimmungen und Erwartungshaltungen
beeinflusst werden, die ĂŒber Multiplikator- und Akzeleratorwirkungen gesamtwirtschaftlich selbstverstĂ€rkend wirken, sich ĂŒberhitzen und durch exogene AnlĂ€sse, z.B. ein Krieg oder ein Bankenskandal im Ausland zum
unvermittelten Umschlagen der Stimmung fĂŒhren. Ebenso haben Innovationen oder der Ausbildungsstand Einfluss auf die Entwicklung der Konjunktur. Strukturelle Krisen, die im Gegensatz zu konjunkturellen Krisen
nicht durch eine periodische Wellenbewegung gekennzeichnet sind, sondern eher durch Langzeitprobleme, wie die anhaltende hohe Arbeitslosigkeit, können mit der freigeldtheoretischen KonjunkturerklÀrung noch
unbefriedigender erfasst werden. [120]
Der Wachstumszwang des kapitalistischen Systems, in der Freigeldtheorie Ursache der zunehmenden ökologischen Zerstörung, wird ebenfalls nicht zwingend durch den Zins
allein vermittelt. Es kommen daneben auch das Wachsen der Bevölkerung oder das Interesse des Unternehmers an steigenden Gewinnen sowie die Verbesserung des allgemeinen Lebensstandards als ErklĂ€rungen fĂŒr den
Druck zu einer dynamischen Wirtschaft in Frage.
Zur ĂberwĂ€lzung der Fremdkapitalzinsen auf die Preise und der daraus entstehenden ungleichen Verteilung, ist die Ăberlegung beizufĂŒgen, dass
fremdfinanzierte KapitalgĂŒter in der Regel Arbeit substituieren. Dem steigenden Zinsanteil in der Preiskalkulation steht also ein niedrigerer Arbeitskostenanteil gegenĂŒber, zuzĂŒglich einer eventuell gestiegenen
ProduktivitÀt.
GrundsĂ€tzlicher bemerkt Popescu zu Gesells Freigeldtheorie: âGesells Theorie, deren Eckstein der schwierigste Fragenkreis der Zinslehre ist, vermag wegen ihres unzulĂ€nglichen theoretischen
Unterbaus der Kritik nicht standzuhalten.â [121] Keynes, der Gesell und die Idee des Freigeldes an mehreren Stellen lobend erwĂ€hnt, wirft ihm konkret vor, dass er nur eine halbe Theorie des ZinsfuĂes aufbaut
und schlieĂt daraus: âDie UnvollstĂ€ndigkeit seiner Theorie ist zweifellos die ErklĂ€rung, warum sein Werk von der akademischen Welt vernachlĂ€ssigt worden ist.â [122]
9.0. Fazit
Ist nun die Freigeldtheorie eine Utopie oder ein mögliches Instrument zukĂŒnftiger Wirtschaftspolitik? FĂŒr Gesell und seine selbsternannten Nachfolger ist
sie Teil einer neuen Wirtschaftsordnung, die zwangslÀufig das kapitalistische Prinzip aus der grundsÀtzlich beibehaltenen Marktwirtschaft entfernt und damit die Gesellschaft, vor den prophezeiten Verheerungen
bewahrt. In der Unabweisbarkeit eines Heilsversprechens kann die Freigeldtheorie allerdings nicht gesehen werden. Der monokausale ErklÀrungsansatz und die vielen unbewiesenen Grundannahmen machen sie
mindestens ebenso kritikwĂŒrdig, aber durchaus auch kritikfĂ€hig, wie die meisten anderen wirtschaftswissenschaftlichen Theorien.
Nach Keynes Ansicht ist jedoch der Grundgedanke hinter dem Schwund des Geldes gesund. [123] Dem können wir uns durchaus anschlieĂen. Schon der Blick auf die angerissene Diskussion um die âNullschrankeâ der
Nominalzinsen zeigt, dass die Freigeldtheorie in der Lage ist, einen bisher ungewöhnlichen Gedanken vorzubringen der, nach genauerer wissenschaftlicher ĂberprĂŒfung, tatsĂ€chlich eine weitere Handlungsoption
anbieten könnte. SĂ€mtliche Grundideen zum Freigeld sind bereits Gesells Werk zu entnehmen. Leider zeichnet sich die aktuelle Diskussion ĂŒber das Freigeld, an der sich im Moment nicht viele Fachleute
beteiligen, eher durch polemische Halbwahrheiten mit unerklĂ€rten Ereignisverkettungen und unbewiesenen Behauptungen aus, als durch seriöse wissenschaftliche TheorienprĂŒfung. Das ist bedauerlich, zumal gerade
Keynes viele freigeldtheoretische Ăberlegungen aufzunehmen scheint, um sie durch entsprechende ErgĂ€nzungen und Relativierungen in seine Theorie einzubauen. Eine tiefergehende Erörterung der Weiterentwicklung
gesellscher Ideen in der âAllgemeinen Theorieâ von Keynes durch eine weiterfĂŒhrende Bearbeitung wĂ€re ebenso wĂŒnschenswert, wie die DurchfĂŒhrung eines Feldexperimentes mit einem komplementĂ€ren Schwundgeld.
Nach dem âGreshamschen Gesetzâ verdrĂ€ngt, bei gleichzeitigem Angebot, fĂŒr die Wertaufbewahrung âschlechtesâ Geld, das zur eigenen Schatzbildung gut Geeignete. Das wertstabile Geld verschwindet in der
privaten Hortung und das Schwundgeld wĂ€re von selbst das bevorzugte Tauschmittel. [124] Mit einer empirischen ĂberprĂŒfung dieses Gesetzes, sowie der Beobachtung der Wirkungen unter wissenschaftlichen
Gesichtspunkten und der zu empfehlenden theoretischen Auseinandersetzung mit Gesell und Keynes mag es durchaus gelingen, die Freigeldtheorie in den Kanon wirtschaftspolitischer Handlungsalternativen einzubinden.
Literaturverzeichnis:
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Monografien, Zeitschriften, u.Ă€.:
Böhler, Eugen: âFreigeld â Ein Weg aus der Krise?â, Aargauer Tagblatt, Aarau, 1933
Ehrenteich, Norman: âGeldpolitik angesichts der Nullschranke der Nominalzinsen: Ein Ăberblickâ, Zeitschrift fĂŒr
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Krugman, P.: âDeflationary Spiralsâ, 1999, auf: www.mit.edu
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Statistische Sammlung:
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Andere Medien:
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Anmerkungen zu 5.0 bis 9.0
[63] Vgl. Suhr, Dieter: âGeld ohne Mehrwertâ, Fritz Knapp Verlag, Frankfurt a.M., 1983, Kap. 2; entnommen aus:
http://userpage.fu-berlin/~roehrigw/suhr/geld_ohne_mehrwert/kapitel2.htm, 17.03.04, 14:50 [64] Vgl. ebd. [65] Gesell in Suhr, (1983), Kap. 2 [66] Vgl. Suhr, (1983), Kap. 2
[67] Vgl. Keynes, (2002), Kap. 13, S. 140 - 141 [68] Vgl. Suhr, (1983), Kap. 2 [69] Vgl. Gesell, (1950), Teil. 2, S. 110 - 113 [70] Vgl. Creutz, (1997), Kap. 5, S. 81 - 82
[71] Vgl. Keynes, (2002), Kap. 11, S. 118 [72] Vgl. Creutz, (1997), Kap. 5, S. 85 [73] Vgl. ebd., Kap. 5, S. 88 [74] Vgl. Ehrenteich, 2003, FN: 1 [75] Vgl. Creutz, (1997), Kap. 5, S. 89 - 90
[76] Vgl. Kennedy, (1994), Kap 1, S. 22 - 24 [77] Vgl. Senf, (1996), Kap. 7.4., S. 88 [78] Vgl. Kennedy, (1994), Kap. 1, S. 24 â 25 [79] Vgl. Keynes, (2002), Kap. 24, S. 316
[80] Vgl. Gesell, (1950), Teil 3, S. 122 - 127 [81] Vgl. Senf, (1996), Kap. 7.5.3., S. 96 [82] Vgl. Creutz, (1997), Kap. 17, S. 244 + Niederegger, (1997), Kap. 5, S. 59
[83] Vgl. Gesell, (1950), Teil 2, S. 92 - 93 [84] Vgl. Creutz, (1997), Kap. 9, S. 136 - 138 [85] Vgl. EZB â Monatsbericht, MĂ€rz 2004, statistischer Teil,
www.bundesbank.de/ezb/download/mb/2004/03/200403mb_ezb_stat.pdf [86] Vgl. Creutz, (1997), Kap. 8, S. 134 - 135 [87] Vgl. Senf, (1996), Kap. 3.4., S. 38 - 39 [88] Vgl. Creutz, (1997), Kap. 9, S. 138 - 140
[89] Vgl. Gesell, (1950)), Teil 2, S. 82 - 83 [90] Vgl. Gesell, ebd., S. 93 [91] Vgl. Gesell, ebd., S. 99
[92] Vgl. Gesell, âDie NatĂŒrliche Wirtschaftsordnungâ, Rudolf Zitzmann Verlag, Lauf bei NĂŒrnberg, 9. Auflage,
1949, Kap. 4.7.1.1., gefunden auf: http://userpage.fu-berlin.de/~roehrigw/gesell/nwo/4_7_11.htm, 15.03.04, 20:20 [93] Vgl. Creutz, (1997), Kap. 27, S 362 - 363
[94] Vgl. Creutz, (1997), Kap. 27, S. 367 - 368 [95] Vgl. ebd., S. 365 - 366 [96] Vgl. Creutz, (1997), Kap. 28, S. 371 - 375 [97] Vgl. Kennedy, (1994), Kap. 2, S. 45 - 48
[98] Vgl. Creutz, (1997), Kap. 31, S. 421 [99] Vgl. Creutz, (1997), Kap. 33, S. 440 [100] Vgl. Keynes, (2002), Kap. 17, S. 192 [101] Vgl. Suhr, (1983), Kap. 2
[102] Vgl. Gesell, (1950), Teil 2, S. 99 - 102 [103] Vg. Creutz, (1997), Kap. 25, S. 334 - 336 [104] Vgl. Keynes, (2002), Kap. 22, S. 267 - 268 [105] Vgl. Gesell, (1950), Teil 2, S. 100
[106] Vgl. Gesell, (1950), Teil 1, S. 69 - 70 [107] Vgl. Gesell, (1950), Teil 1, S. 68 - 69 [108] Vgl. Gesell, (1950), Teil 2, S. 102 - 103 [109] Vgl. Senf, (1996), Kap. 6, S. 72
[110] Vgl. Senf, (1996), Kap. 6, S. 72 - 74 [111] Vgl. Marienfeld, K.: âDie dosierte Inflationâ, Http://userpage.fu-berlin.de/~roehrigw/fragen-der-freiheit/heft234/48-58.htm, 26.02.04, 21:25
[112] Vgl. Ehrenteich, (2003), S. 19 [113] Vgl. ebd., S. 20 [114] Vgl. Krugman, P.: âDeflationary Spiralsâ, 1999, in: www.mit.edu/krugman/www/spiral.html, 23.03.04, 23:35
[115] Vgl. Ehrenteich, (2003), S. 21 - 22 [116] Vgl. Ehrenteich, (2003), S. 24 [117] Vgl. Böhler, Eugen: âFreigeld â Ein Weg aus der Krise?â, Aarauer Tagesblatt, Aarau, 1933, S. 20 + 23
[118] Vgl. Niederegger, (1997), Kap. 2, S. 30 - 31 [119] Vgl. Niederegger, (1997), Kap. 2, S. 35 - 38 [120] Vgl. Niederegger, (1997), Kap. 2, S. 46 - 47 [121] Vgl. Popescu, Oreste in âHandbuch der
Sozialwissenschaftenâ, Band 4, Stuttgart, TĂŒbingen, Göttingen, 1965, S. 426 - 427 [122] Vgl. Keynes, (2002), Kap. 23, S. 301 [123] Vgl. Keynes, (2002), Kap. 23, S. 302 [124] Vgl. Suhr, (1983), Kap. 2
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