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2 | Verkürzte Kapitalismus-Kritik?
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Dem Geld- und Bodenreformansatz wird vielfach verkürzte Kapitalismuskritik
vorgeworfen in dem Sinne, dass sich Kritik allein auf die Rolle des Finanzkapitals richte und den komplexen Zusammenhang zwischen Finanz- und Realkapital nicht berücksichtige. Dadurch werde einem “strukturellen” oder “offenen Antisemitismus” Vorschub geleistet.
● Bei derartigen Vorwürfen wird häufig auf einen Essay “Nationalsozialismus und Antisemitismus” von Moishe Postone verwiesen, der die Besonderheit des Holocaust und des modernen
Antisemitismus hervorhebt und daraus ableitet, warum die Vernichtung des europäischen Judentums gerade in Deutschland geschah.
Als Hintergrundinformation finden Sie den vollständigen Wortlaut dieses Essays auf http://www.krisis.org/m-postone_nationalsozialismus-und-antisemitismus.html.
Da dieser Text sehr umfangreich ist, bieten wir Ihnen auch eine Zusammenfassung und Einschätzung von Alwine Schreiber-Martens.
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Zusammenfassung: Moishe Postone ”Nationalsozialismus und Antisemitismus”
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Im Zusammenhang mit der innerhalb von Attac geführten Diskussion über den Antisemitismus betont Peter Wahl, dass gerade mit dem Vorwurf des Antisemitismus ein äußerst sorgfältiger Umgang nötig sei. Es wäre aber verwunderlich, wenn nicht auch die globalisierungskritische Organisation Attac mit diesem Vorwurf konfrontiert würde. Peter Wahl gibt einen kurzen Überblick über verschiedene Definitionen des Antisemitismus sowie über ihre Konsequenzen für die politische Diskussion.
http://www.attac.de/aktuell/thesen_antisemit_pw.pdf
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Zusammenfassung: Peter Wahl ”Zur Antisemitismusdiskussion in und um Attac”
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Der Geld- und Bodenreformansatz ist durchaus nicht einseitig auf das Finanzkapital fokussiert. Kritiker übersehen oft den großen Stellenwert seiner Verbindung mit einer Bodenrechtsreform. Außerdem geht es neben der Kritik an der strukturellen Macht des Geldes auch um eine Analyse der Wechselwirkungen zwischen Finanz- und Realkapital. Die Konzentration von Finanz- und Realkapital sowie Wege zur ihrer Dezentralisierung sind auch Gegenstand der Überlegungen. Zu den Auswirkungen einer Geld- und Bodenreform auf das Verhältnis zwischen Finanzkapital, Realkapital und Arbeit lesen Sie bitte den kurzen Text von
Fritz Andres “Geldreform und Unternehmensverfassung” (aus: “Zeitschrift für Sozialökonomie” Folge 145 / 2005, S. 32–34)
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Fritz Andres: “Geldreform und Unternehmensverfassung”
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Eine ausführlichere Darstellung dieser Zusammenhänge von Fritz Andres ist unter dem Titel “Die Zukunft der Unternehmensverfassung” in der Schriftenreihe “Fragen der Freiheit” Nr. 250/1999,
S. 17–47, erschienen. Sie kann beim Seminar für freiheitliche Ordnung, Badstr. 35, 73087 Boll - Mail: info@sffo.de bestellt werden.
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