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Für eine Landwirtschaft im Dienst von Mensch und Natur
9. Tagung | 2003 | 52 Teilnehmerinnen und Teilnehmer
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Auf der Südhalbkugel der Erde leiden mehr als 800 Mio Menschen an chronischem Hunger, und täglich sterben 24000 Menschen an den Folgen ihrer Unterernährung. Demgegenüber produziert auf der
Nordhalbkugel eine kapitalintensive, industrialisierte Landwirtschaft staatlich subventionierte Überschüsse von ‚billigen’ Lebensmitteln. Dabei werden der Boden und das Grundwasser mit chemischen Düngemitteln und
Pflanzenschutzmitteln geschädigt. Und die in Massen gehaltenen Tiere werden zu bloßen Fleischlieferanten degradiert. Während der letzten Jahrzehnte haben Agrarfabriken die bäuerliche Landwirtschaft größtenteils
verdrängt. Jedoch zeigen die BSE- und MKS-Krisen, dass die Landwirtschaft damit in eine Sackgasse geraten ist. Eine „Agrarwende” ist unerlässlich; ihre Durchsetzung gegen die Widerstände der Agrarlobby erfordert
viel Mut und Ausdauer. Die Geld- und Bodenrechtsreformbewegung hat es bislang leider versäumt, aus ihrer Sicht zu untersuchen, weshalb es zu dieser Fehlentwicklung der Landwirtschaft kommen konnte. Und sie
vermochte auch nicht die Chancen zu verdeutlichen, welche sich aus veränderten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen einer „Marktwirtschaft ohne Kapitalismus” für eine ökologische Landwirtschaft mit regionaler
Produktion und Vermarktung eröffnen könnten. Deshalb soll ihr diese Tagung Impulse geben, sich dem Problemfeld Landwirtschaft von verschiedenen Seiten zu nähern.
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Die einzelnen Beiträge:
Prof. Dr. Roland Geitmann: Kurze Einführung in die Geld- und Bodenrechtsreform
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Musikalische Einlagen von Alwine Schreiber-Martens (Querflöte) und Albrecht Grüsser (Klavier)
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Cornelia Roeckl: Die gegenwärtige Situation der Landwirtschaft und Perspektiven einer praktisch-politischen Agrarwende
Dr. Elisabeth Meyer-Renschhausen: Der Boden der uns ernährt - Kleinlandwirtschaft in Stadt und Land, Nord und Süd
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Marcin Wawrzyn (links) und Tina Wünschmann
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Marcin Wawrzyn: Die Auswirkungen der EU-Osterweiterung auf die Landwirtschaft in Polen
Hans Alfred Trein: Großgrundbesitz, Landlosenbewegung und Agrarreformen in Brasilien
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Dipl.-Oec. throphologin Brigitta Poppe
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Prof. Dr. Thomas Huth und Hans Alfred Trein (rechts)
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Dr. Johannes Grimm: Der Naturschutzhof Brodowin bei Eberswalde – Modell für eine zukunftsweisende Landwirtschaft
Brigitta Poppe: Der Beitrag des Verbraucherschutzes zu einer Neuorientierung der Landwirtschaft
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